Denkmalgespräch am Donnerstag mit der Vorstellung der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift wespennest

Die Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung des Bundesdenkmalamtes lädt einem erweiterten «Denkmalgespräch am Donnerstag» und zur Vorstellung der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift wespennest im Ahnensaal der Wiener Hofburg.

„Kulturelles Erbe ist kein Wert an sich, sondern es liegt an den jeweiligen Erben, auszuhandeln, ob sie die Erbschaft antreten, sie als lebendige Bereicherung begreifen, ihr als Denkmal eine ethisch-didaktische Funktion zuweisen, sie durchbringen, umdeuten oder zerstören wollen.“ So lautet eine der Grundüberlegungen, die sich durch den Schwerpunkt der wespennest-Ausgabe zum Thema „Kultur erben“ ziehen. Aus Anlass des Erscheinens dieser Ausgabe und als Auftakt zum Europäischen Kulturerbejahr 2018 laden wir Sie herzlich zu einer Gesprächsrunde mit Werner Hanak-Lettner (Chefkurator am Jüdischen Museum Wien), Sophie Schasiepen (Kulturwissenschafterin, dzt. Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften), Ferdinand Schmatz (Schriftsteller und Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien) und Georg Traska (Kunsthistoriker, Institut für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der ÖAW).

Moderation: Andreas Lehne (Kunsthistoriker und Denkmalforscher)

Die Veranstaltung ist öffentlich. Im Anschluss besteht bei Brot und Wein die Möglichkeit zur Diskussion. Eine Kooperation zwischen der Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung des Bundesdenkmalamtes, der Abteilung für Denkmalschutz und Kunstrückgabe-angelegenheiten des Bundeskanzleramtes und der Zeitschrift wespennest.

WERNER HANAK-LETTNER, geb. 1969 in Salzburg, ist Autor von Die Ausstellung als Drama. Wie das Museum aus dem Theater entstand (Transcript 2011) und Chefkurator am Jüdischen Museum Wien. Das Museum arbeitet derzeit mit der Künstlerin Eva Schlegel an einem Maria-Theresia-Paravent für die seit November 2013 gezeigte permanente Ausstellung «Unsere Stadt! Jüdisches Wien bis heute».

SOPHIE SCHASIEPEN, geb. 1983, Studium an der Akademie der bildenden Künste Wien und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Forscht für ihre Dissertation zu einer Rückführung menschlicher Überreste aus österreichischen anthropologischen Sammlungen nach Südafrika.

FERDINAND SCHMATZ, geb. 1953 in Korneuburg/Niederösterreich, Studium der Germanistik und Philosophie. Schriftsteller und seit 2012 Leiter des Instituts für Sprachkunst an der Universität für angewandte Kunst Wien. Herausgeber des Nachlasses von Reinhard Priessnitz. Bücher (Auswahl): maler als stifter. Poetische Texte zur bildenden Kunst (1997), das grosse babel,n (2000), Portierisch. Roman (2001), Tokyo, Echo oder wir bauen den Schacht zu Babel, weiter. Gedichte (2004), Durchleuchtung. Ein wilder Roman aus Danja und Franz (2007), quellen. Gedichte (2010) sowie zuletzt das gehörte feuer. orphische skizzen (2016; alle bei Haymon) und aufSÄTZE! Essays zur Poetik, Literatur und Kunst (De Gruyter 2016).

GEORG TRASKA, geb. 1968 in Salzburg, Promotion im Fachbereich Kunstgeschichte. Lehrtätigkeit an den Universitäten Wien und Trier, u.a. zu Denkmalpflege, materiellem und immateriellem Kulturerbe. 2006–2013 externer Mitarbeiter beim Bundesdenkmalamt; wissenschaftliche Projekte an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (z.B. 2004–2005: «Die Galerie der Forschung. Gegenwart und Sozialgeschichte eines Gebäudes», 2014–2016: «Bringing Together Divided Memory. Czechoslovakia, National Socialism and the Expulsion of the German Speaking Population»). In diesem Zusammenhang hat er den dreisprachigen Band Geteilte Erinnerungen. Tschechoslowakei, Nationalsozialismus und die Vertreibung der deutschsprachigen Bevölkerung 1937–48 (Mandelbaum 2017) herausgegeben.

ANDREAS LEHNE, geb. 1951 in Innsbruck. Studium der Kunstgeschichte und Archäologie an der Universität Wien. War 1977 bis 2016 im österreichischen Bundesdenkmalamt tätig, wo er zuletzt die Abteilung für Inventarisierung und Denkmalforschung leitete. Lehrt und publiziert, vor allem zur Kunst und Architektur des 19. und 20. Jahrhunderts sowie zur Geschichte und Theorie der Denkmalpflege. Zuletzt erschienen: Wie kommt der Hirsch aufs Dach? 60 erstaunliche Entdeckungen in Wien (Metroverlag 2013), Wiener Stadtjuwelen im Wandel der Zeit (Metroverlag 2015; gem. mit Gabriele Roithner) und Über den Dächern von Wien (Edition Winkler-Hermaden 2017).

Hinweis: Den Ahnensaal des Bundesdenkmalamts erreichen Sie entweder über den Eingang Schweizerhof / Säulenstiege, 2. Stock, oder über die Gottfried von Einem-Stiege unter der Michaelerkuppel mit dem Lift in den 2. Stock. Dort folgen Sie bitte den Wegweisern. Ein barrierefreier Zugang ist mittels des Aufzugs bei der Zehrgardenstiege (Durchgang Schweizerhof-Josefsplatz) möglich.

Galerie

Cover der Literaturzeitschrift mit blauem Topf im Vordergrund
11.01.2018 18:00–19:30 Uhr Ahnensaal des Bundesdenkmalamtes
Hofburg, Säulenstiege, 1010 Wien
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