Fotoausstellung: ELFRIEDE MEJCHAR UND DAS BUNDESDENKMALAMT

ELFRIEDE MEJCHAR IM DIENSTE FÜR DAS BUNDESDENKMALAMT

EINMALIGER BESTAND AN FOTOS
Mit über 600.000 Fotos und 300.000 Dias verwaltet das Fotoarchiv des Bundesdenkmalamtes (BDA) einen einmaligen und wohl den größten Fotobestand zur österreichischen Denkmallandschaft. Dieser reicht bis in die 1860er Jahre und damit in die Anfänge der 1850 gegründeten „k.k. Central-Commission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale“ zurück. Bis heute erfüllt das Bundesdenkmalamt den Auftrag, den österreichischen Denkmalbestand fotografisch zu dokumentieren.

ELFRIEDE MEJCHAR UND DAS BUNDESDENKMALAMT
Elfriede Mejchar wurde am 10. Mai 1924 in Wien geboren. Ihre Lehre zur Fotografin absolvierte sie von 1941-45 in Nordenham (Deutschland). Von Oktober 1946 bis September 1984 war sie als Amtsfotografin für das Bundesdenkmalamt tätig. Die aktuelle Ausstellung zeigt Aufnahmen, welche die bedeutende österreichische Fotografin für das Bundesdenkmalamt schuf.

30 JAHRE FOTOGRAFISCHE ERFASSUNG VON DENKMALEN IN ÖSTERREICH
In ihrer knapp 30-jährigen Tätigkeit für das BDA entstanden fotografische Dokumentationen von Baudenkmalen des gesamten Bundesgebietes. Ihre Arbeitsschwerpunkte bildeten dabei die Fotografien für die österreichische Kunsttopographie (ÖKT) und Aufnahmen von Restaurierungen in den ehem. Restaurierwerkstätten (heute Abteilung für Konservierung und Restaurierung) des BDA im Arsenal. Die Ausstellung zeigt in vier Themenschwerpunkten: Personenfotografie, Fotografien von Restaurierungen, von technischen Denkmalen und Baudenkmale für die ÖKT (von St. Florian, Wels und des unveröffentlichten Bandes zu Bregenz).

BEDEUTENDE VERTRETERIN DER ARCHITEKTUR- UND INDUSTRIEFOTOGRAFIE
In einer beeindruckenden Art und Weise gelang es Mejchar, ihr Leben ihrer großen Leidenschaft, der Fotografie, zu widmen. Dabei profitierten die Werke, die sie für das BDA schuf, von ihrer Tätigkeit als Künstlerin und spiegeln auch ihre Schwerpunkte der Personen- und Architektur- bzw. Industriefotografie wider. Mejchar ist eine der wichtigsten Vertreterinnen der österreichischen Industrie- und Architekturfotografie des 20 Jahrhunderts. Ihre Arbeiten lassen Vergleiche mit dem bedeutenden deutschen Paar Bernd und Hilla Becher zu. Mejchars außerordentliche Stellung für die österreichische bildende Kunst lässt sich auch an den zahlreichen Ausstellungen, als Highlight sei die Sonderausstellung von 2008 im Wien Museum „Elfriede Mejchar: Fotografien von den Rändern Wiens“ genannt, sowie den zahlreichen Publikationen erkennen. Die ihr verliehenen Preise, u. a. 2004 der Preis der Stadt Wien für bildenden Kunst und 2017 die Verleihung des Goldenen Verdienstzeichens des Landes Wien, zeugen ebenfalls von ihrem Stellenwert. Mit den umfangreichen Werken, die sie in ihrer Tätigkeit für das BDA geschaffen hat, verfügt das Amt über einen einzigartigen Bestand an herausragenden Fotografien dieser außerordentlichen Fotografin.
Das BDA, insbesondere die Abteilung für Inventarisation und Denkmalforschung mit dem hauseigenen Fotoarchiv, ist sich des Wertes der Arbeiten bewusst und nimmt die Verpflichtung wahr, ihre Werke zu bewahren, zu erforschen und zu vermitteln.