Wiederhergestellt 66 - SCHLÖSSCHEN AUF DER WEIDE IN MARIA ENZERSDORF AM GEBIRGE, NIEDERÖSTERRREICH

Wiederhergestellt / Wiederherzustellen
Formenreichtum durch Barock und Rokoko

Maria Enzersdorf entstand im Hochmittelalter im südlichen Wiener Becken direkt an der seit frühester Zeit bedeutenden Gebirgsrandstraße östlich des Wienerwalds, die einen viel benutzten Fernhandelsweg von der Ostsee bis zum Mittelmeer bildete. Heute ist ihr Verlauf durch die A2 übernommen. Urkundlich wird der Ort erstmals um 1130 als ›Engilschalchesdorf‹ erwähnt, aus dem sich später der Name Enzersdorf entwickelte. Seit jeher kam an den sanften Hängen dem Weinbau eine bedeutende Rolle zu, er führte im Mittelalter zur Etablierung eines privilegierten Marktorts und zur Ansiedlung zahlreicher Stiftshöfe und eines Franziskanerklosters. Seit dem 18. Jahrhundert war Maria Enzersdorf auch für den Adel und das wohlhabende Wiener Bürgertum ein beliebter Sommersitz. Dieser Zeit sind einige Schlossbauten zu verdanken, darunter das Hunyadi-Schloss, das ›Romantikerhaus‹ in der Liechtensteinstraße sowie das Schlösschen auf der Weide. Äußerlich ist dieses Schloss, das bis zu seiner teilweisen Demolierung allgemein als ›Maria-Theresien-Schlössl‹ bekannt war, zwar das kleinste, mit seiner prachtvollen Innenarchitektur übertrifft es die anderen aber bei weitem.

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Bibliografische Information

WH 66 - Schlösschen auf der Weide in Maria Enzersdorf, NÖ

Formenreichtum durch Barock und Rokoko
FormatAllgemeine Publikation
Erscheinungsjahr2021
AutorenHannelore Hubatsch, Jürgen Tiefnig, Architekten Chromy & Schneider, Astrid Mang, Patrick Schicht
HerausgeberBDA