Wiederhergestellt 49 - WAGRAIN IM SALZBURGER PONGAU

Wiederhergestellt
Restaurierung des ehemaligen Pflegerschlössls

Wagrain, dessen Name sich von der im Hochmittelalter errichteten Burg "Wag-Rain", ehemals im Eigentum der Herren von Goldegg, ableitet, verdankt seine Entstehung der damals verkehrstechnisch günstigen Lage. Die erste sichere Nachricht über Markt, Kirche und Herrschaft ist in einer Urkunde vom 17. November 1285 überliefert. Zahlreiche Denkmale im historischen Ortskern legen heute noch Zeugnis einer bedeutenden Vergangenheit ab. Dazu zählen die im Baukern gotische Pfarrkirche hl. Rupert mit bedeutender barocker Ausstattung und der barocke Pfarrhof auf dem Kirchboden, die Marktkirche zum hl. Franziskus, erbaut ab 1616 vom Salzburger Dombaumeister Santino Solari, und das Pflegerschlössl, welches kurz vor der Säkularisierung des Erzstiftes Salzburg 1803 errichtet wurde. Die Hausbezeichnung leitet sich vom Pfleger ab, der als Vorsteher des Pfleggerichts die Funktionen des militärischen Führers mit denen des Richters vereinigte. Nur fest verankertes Kulturbewusstsein in der Wagrainer Bevölkerung und verschiedenster Entscheidungsträger ermöglichte in den letzten Jahrzehnten die Restaurierungen vieler bedeutender Denkmäler in der Pongauer Marktgemeinde. Letztlich gab das "Stille-Nacht-Jahr 2018" den Impuls für die Ausarbeitung eines Gesamtkonzepts für das neue Stille-Nacht-Museum unter Einbeziehung des ehemaligen Pflegerschlössls. Erst die Errichtung eines modernen Zubaues gewissermaßen als "Entlastungsbau" für Veranstaltungen ermöglichte eine behutsame Gesamtrestaurierung des Altbestandes.

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Bibliografische Information

Wiederhergestellt 49 - WAGRAIN IM SALZBURGER PONGAU

Restaurierung des ehemaligen Pflegerschlössls
FormatAllgemeine Publikation
Erscheinungsjahr2018
AutorenGerlinde Lerch
HerausgeberBundesdenkmalamt