FOKUS DENKMAL Bd. 2 - Das Keckmann-Epitaph in Stein und Gips

Denkmalforschung
Original und Kopie

Erhältlich bei Verlag Berger

Die neue Reihe FOKUS DENKMAL präsentiert bedeutende Kunst- und Geschichtsdenkmale nach ihrer Konservierung und Restaurierung und macht auf die Herausforderungen der Denkmalpflege aufmerksam.

Das Keckmann-Epitaph in St. Stephan in Wien aus der Zeit um 1512 gehört zu den interessantesten Grabdenkmälern im Dom. Mit der szenischen Darstellung der Martinsmesse zeigt es ein ganz ungewöhnliches Bildmotiv, das mit einer erstaunlichen erzählerischen Kraft und viel Liebe zum Detail geschildert wird. Form und Ausdruck pendeln zwischen Spätgotik und Frührenaissance und verraten etwas über die Souveränität einer Bildhauerwerkstatt, welche mit den verschiedenen Spielarten der Stile jener Zeit umzugehen versteht. Die Konservierung und Restaurierung haben eine Reihe spannender Fragen aufgeworfen, die sich um den Entstehungsprozess und um das ursprüngliche Erscheinungsbild drehen. Diese Fragen gelten insbesondere den Hinterlassenschaften der farbigen Oberflächenfassungen am Stein, den man heute in hohem Maße als steinsichtig zu sehen gewohnt ist. Die konservatorische Bewahrung und wissenschaftliche Erschließung der – jetzt noch fassbaren - ungeheuer feinen und mannigfaltigen Farbgestaltungen an einem Steinbildwerk eröffnet einen kleinen Kosmos an kultureller Vielfalt, welcher die überlieferten Bildhauerarbeiten des ausgehenden Mittelalters nochmals attraktiver macht. Eine erhalten gebliebene Gipsabformung aus dem Jahre 1875 in der Glyptothek der Akademie der bildenden Künste in Wien bildet ein frühes Zeugnis für die hohe Wertschätzung des Keckmann-Epitaphs im Zuge der Wiederentdeckung der mittelalterlichen Kunst im 19. Jahrhundert. Auch sie ist Gegenstand dieses Bandes.

Bernd Euler-Rolle: Vorwort: Zur Einheit von Erforschung und Erhaltung der Denkmale

Martina Fleischer: Zum Geleit: Zeitgeist für die Ewigkeit: Die Gipsabgusssammlung der Wiener Akademie im 19. Jahrhundert

Wolfgang Zehetner: Zum Geleit: Die Verbindungen mit St. Stephan

Renate Kohn: … hoc tumulo in domino sepultus … - Das Epitaph des Johannes Keckmann: Gestalt und Aussage

Renate Holzschuh-Hofer: Wie eine Matrjoschka im Querschnitt von Form, Raum und Zeit - Bemerkungen zum Keckmann-Epitaph als autonomes Werk der nordalpinen Renaissance

Michael Rainer: Die wunderbare Messe des heiligen Martin - Ein Denkmal der ›Seelsorge‹ des Johannes Keckmann

Andrea Domanig: Die Gipsabgusssammlung an der Akademie der bildenden Künste Wien - Mittelalterrezeption im 19. Jahrhundert

Johann Nimmrichter, Gertrude Zowa: Konservierung und Restaurierung des Epitaphs von Johannes Keckmann Entstehung, Farbrekonstruktion und Nachleben

Manfred Koller: Polychromie und Monochromie in der Skulpturenfassung um 1500

Robert Linke: Materialkundliche Untersuchungen zu Polychromie und Petrographie am Keckmann-Epitaph von St. Stephan

Abbildungsnachweis & Impressum

Fokus Denkmal 2 (2011)

Bibliografische Information

Das Keckmann-Epitaph in Stein und Gips

Original und Kopie
FormatBuch
Erscheinungsjahr2011
AutorenBernd Euler-Rolle (Hrsg.)
Sprache(n)Deutsch (Österreich)
Seiten128
URLverlag-berger.at
ISBN978-3-85028-544-5
Preis19,-