Aktuelle Pläne zur Umgestaltung des Geburtshauses von Adolf Hitler

Oberösterreich
Ansicht der Hauptfassade
Der vom Bundesministerium für Inneres ausgewählte Entwurf der Architekten Marte.Marte berücksichtigt das 1993 unter Schutz gestellte frühneuzeitliche Ensemble in der Salzburger Vorstadt in Braunau am Inn.

Die historische Bausubstanz im Inneren des Gebäudes sowie der Arkadengang an der Rückseite sind durch die geplanten Veränderungen nicht betroffen. Das Bundesdenkmalamt thematisiert – besonders in den letzten Jahren – auch das belastete architektonische Erbe der NS-Zeit, neben den Militär-, Verwaltungs- und Wohnbauten, vor allem die Lagern als Opferstätten. So wurde zum Beispiel kürzlich das ehemalige Konzentrationslager Gunskirchen unter Denkmalschutz gestellt.

Das Geburtshaus Adolf Hitlers ist als – auch international beachteter – Sonderfall anzusehen, gilt es doch besonders an diesem Ort eine jede positive Bezugnahme auf den Nationalsozialismus zu verhindern. Dafür wurde durch das Bundesgesetz über die Enteignung eine besondere rechtliche Grundlage geschaffen. Das Bundesministerium für Inneres hat daher auf Grundlage einer interdisziplinären Kommission die Umgestaltung des Gebäudes in die Wege geleitet.

Durch die nun vorgesehene Veränderung der in der NS-Zeit teilweise rekonstruierten Fassade, soll eine positive Bezugnahme auf den Nationalsozialismus verhindert werden. Der ausgewählte Entwurf garantiert dabei die Erhaltung der frühneuzeitlichen Substanz des Inneren und des Arkadengangs sowie eine schonende und ensemblegerechte Umsetzbarkeit des Projekts.