Abteilung für Vorarlberg

Besonders wichtig für Vorarlberg sind die Zeugen der bäuerlichen Baukultur im Montafon und im Bregenzerwald. Vorsäße und Maisäße sowie historische Verkehrswege prägen neben unverwechselbaren Ansitzen und Burgen nach wie vor die Kulturlandschaft. Für die Identität der Orte sind sowohl einzigartige Sakralbauwerke wie auch Ensembles wichtig. Als Größtes ist hier die Altstadt von Feldkirch zu nennen. Neben Wohn- und Geschäftshäusern, Kirchen, Stadtmauern und Türmen thront die Schattenburg über der Montfortstadt. Zudem stehen auch der Ortskern von Bildstein, die Bregenzer Oberstadt oder der Dorfkern von Schwarzenberg unter Ensembleschutz. Einzigartig in Österreich ist die Geschichte der jüdischen Gemeinde im Residenzort Hohenems. Der heutige Baubestand geht auf das ausgehende 18. und das 19. Jahrhundert zurück. Erhalten sind neben den Wohnhäusern der jüdischen Familien auch noch alle Gebäude, die ehemals religiösen oder sozialen Gemeindefunktionen dienten wie die Synagoge, die Mikwe (Tauchbad zur Reinigung von ritueller Unreinheit durch rituelles Untertauchen) oder das Schulhaus. Vorarlberg ist seit dem Beginn des 19. Jahrhunderts im Besitz eines reichen industrielles Erbes. Vor allem die Textilindustrie mit Färbereien, Stickereien, Spinnereien, baumwollverarbeitenden Betrieben hinterlässt faszinierende technische Denkmale. Dazu gehören, neben den Fabriken, auch Arbeiterwohnhäuser, Brücken, Kraftwerksanlagen und Mühlen. Alle diese Objekte haben hohe Relevanz als Denkmale der Sozial- und Wirtschaftsgeschichte und belegen, dass eine moderne Gesellschaft ihre Identität auch in den Zeugnissen der Arbeitswelt sucht. Auch die Bauten der Nachkriegszeit haben einen großen Stellenwert, so steht die systematischen Aufarbeitung der Baukünstlerinnen und Baukünstler im Fokus. Die international bekannte Vorarlberger Architektur vor und nach der Jahrtausendwende wird auch in der Denkmalliste der Zukunft zu finden sein.

Panorama-Blick von Kirchplatz auf Pfarrhof und umliegende Häuser © Friedrich Böhringer
Besucher der Führung durch den Friedhof am Tag des Denkmals 2013 vor den Grabsteinen © Werner Micheli
6-stöckiges Fabriksgebäude mit 121 Holzfenster mit Sprossenteilung © Friedrich Böhringer
Blick auf die Freskenmalereien mit Zug der Laster, Zug der Verdammten u. Tanz eines Teufels um einen Kessel, sowie ein Kreisfenster u. die Portaltüre © BDA
Turm mit Zwiebeldach und Holztreppe © Raimund Rhomberg
Hauptturm der Burg-Überreste © BDA

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