Abteilung für Niederösterreich

Niederösterreich birgt als größtes Bundesland nicht nur die höchste Anzahl an Kulturgütern mit Denkmalcharakter, sondern auch die größte Dichte an Denkmalen. Unter den unbeweglichen Denkmalobjekten bilden etwa 2.000 Kirchenbauten, rund 450 Burgen, Burgruinen und Schlösser, hunderte bürgerliche Wohnbauten, eine große Zahl kleiner Kapellen, Bildstöcke und Marterln sowie auch volkskundlich bedeutende bäuerlichen Objekte und etliche technische Bauwerke den Grundstock des Denkmalbestandes, deren Erfassung und Erhaltung die tägliche Arbeit der Denkmalpflegerinnen und Denkmalpfleger ausmachen. Vor allem durch die Dichte an Klöstern und Stiften sowie Burgen und Schlössern erweist sich Niederösterreich als historisches Kernland, das die Hauptstadt eines ehemals großen Reiches umgibt. In Niederösterreich stehen die Klosteranlagen in Göttweig, Melk und Seitenstetten, Herzogenburg, Klosterneuburg und Heiligenkreuz, Zwettl, Altenburg, Geras und Lilienfeld sowie die Domkirchen in St. Pölten und Wiener Neustadt, deren Errichtungszeiträume bis in das 12. Jahrhundert zurückreichen. Die Schlossanlagen in Laxenburg, Pöggstall und Schlosshof sowie die Schallaburg und die Rosenburg gehören zu den meist besuchten touristischen Zielen des Landes. Bedeutende Gartenanlagen befinden sich etwa in Artstetten, Grafenegg, Laxenburg, Melk, Obersiebenbrunn und Schlosshof. In Niederösterreich hat sich zudem eine Vielzahl historischer Siedlungskerne erhalten. Besonders bedeutende unter Ihnen wie etwa in Krems an der Donau, Dürnstein, Weißenkirchen an der Donau, Melk, Gars am Kamp und Drosendorf genießen Ensembleschutz.

Mit den Kulturlandschaften der Wachau und des Semmeringgebiets besitzt Niederösterreich zwei UNESCO-Weltkulturerbe-Regionen, die eine überdurchschnittlich hohe Dichte historisch bedeutender Denkmalsubstanz aufweisen. Die Wachau, das 30 km lange Donautal zwischen Melk und Krems mit seinen pittoresken Weinterrassen und Ortschaften, ihren prächtigen Stiften und romantischen Burgruinen gilt als einzigartiges Gesamtkunstwerk – als Ensemble schützenswerter Natur und Architektur. Gleiches darf auch von der Semmeringregion behauptet werden, wenngleich die raue Alpinlandschaft mit der 1854 eröffneten, ersten normalspurigen Gebirgsbahn Europas einen ganz anderen Charme verströmt: Die 41 km lange Strecke mit ihren über 16 Viadukten und mehr als 100 steinernen Brücken und Durchlässen gewährt atemberaubende Naturausblicke! Diese beiden Top-Denkmalregionen stehen daher im besonderen Fokus: Regelmäßige, bedachtsame Schutz- und Pflegemaßnahmen sollen helfen, die Schönheit des UNESCO-Welterbes für kommende Generationen zu bewahren.

Kulturlandschaft Weinviertel, Grabhügel von Großmugl, 8.-5. Jahrhundert v. Chr. © BDA
Josefsberg, Pfarrkirche, Holzdachstuhl 1644, Bauaufnahme BDA © BDA
Laxenburg, Schlosspark mit Franzensburg, 1798-1836 © BDA
Neunkirchen, Dreifaltigkeitssäule am Hauptplatz © BDA
Deckenmalerei © BDA
Figurenschmuck am Karner © BDA

Städtetage (nach telefonischer Voranmeldung)

Nach telefonischer Voranmeldung bei der jeweiligen Gemeinde können Eigentümerinnen und Eigentümer von Denkmalen und Schutzzonenobjekten geplante Veränderungsvorhaben mit den zuständigen Referentinnen und Referenten des Bundesdenkmalamtes in den Gemeindeämtern (Bauamt) folgender Städte vor Ort besprechen:

Baden: 1. Montag im Monat, 9 - 11 Uhr mit Dipl.-Ing. DDr. Patrick Schicht
Bruck an der Leitha: 1. Mittwoch im Monat, 9 - 11 Uhr mit Dipl.-Ing. Franz Beicht
Gmünd: 2. Mittwoch im Monat, 9 – 11 Uhr mit Dipl.-Ing. Markus Schmoll
Klosterneuburg: 1. Mittwoch im Monat, 10 – 12 Uhr mit Ing. Mag. Margit Kohlert
Melk: 1. Mittwoch 9-11 Uhr im Monat, mit Mag. Dipl.-Rest. Christoph Tinzl
Mödling: 1. Donnerstag im Monat, 8.30 – 10 Uhr mit Dipl.-Ing.DDr. Patrick Schicht
Retz: 1. Freitag im Monat, 9 – 11 Uhr mit Ing. Bärbel Urban-Leschnig
St. Pölten: 1. Mittwoch im Monat, 9 – 11 Uhr mit Mag. Ing. Margit Kohlert
Scheibbs: 1. Montag im Monat, 9 – 11 Uhr mit Dipl.-Ing. Clemens Reinberger
Tulln: 2. Mittwoch im Monat, 9-11 Uhr in Tulln, mit Mag. Dipl.-Rest. Christoph Tinzl
Waidhofen an der Ybbs: 1. Montag im Monat, 13 – 15 Uhr mit Dipl.-Ing. Clemens Reinberger
Waidhofen an der Thaya: 1. Mittwoch im Monat, 9 – 11 Uhr mit Dipl.-Ing. Markus Schmoll
Wiener Neustadt: 1. Freitag im Monat, 9 – 11 Uhr mit Dipl.-Ing. DDr. Patrick Schicht
Zwettl: 3. Mittwoch im Monat, 9 – 11 Uhr mit Dipl.-Ing. Markus Schmoll

Archäologie: jeden Dienstag in der Abteilung für Niederösterreich in Krems (Gozzoburg), ganztägig mit Dr. Martin Krenn (bitte um Voranmeldung)

Sensationsfund in Klosterkirche Mauerbach

NiederösterreichArchäologieBaudenkmalpflege Kartause Mauerbach 400 Jahre alte, noch ungeöffnete Schatulle in Klosterkirche Mauerbach freigelegt und am Tag des Denkmals 2017 erstmals präsentiert

Seminar Sichtziegel 2017

KursSymposionBaudenkmalpflege Kartause MauerbachNiederösterreichAnderes Ein praktischer Lehrgang in den historischen Hammerbrotwerken

Buchpräsentation am 17. Mai 2017 im Diözesanmuseum St. Pölten

BuchpräsentationPräsentationNiederösterreichDenkmalforschung Günther Buchinger / Elisabeth Oberhaidacher-Herzig / Christina Wais-Wolf: Corpus Vitrearum Medii Aevi Österreich: Die mittelalterlichen Glasgemälde in Niederösterreich (Band V, 2 - …

Das Verlies der Burg Feistritz am Wechsel

NiederösterreichDenkmal des Monats Im Zuge der laufenden Maßnahmen wurde kürzlich eine im so genannten Verlies der Burg eingebaute Aufzugsanlage des frühen 19. Jahrhunderts restauriert und damit für die Nachwelt …

Der Schatzfund von Wiener Neustadt

NiederösterreichArchäologieDenkmal des Monats Im April 2014 wird der Schatzfund von Wiener Neustadt nach Abschluss der wissenschaftlichen Bearbeitung erstmals in vollem Umfang der Öffentlichkeit präsentiert.

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