Häufige Fragen

DENKMALSCHUTZ

Was ist ein Denkmal?

Der Begriff „Denkmal“ umfasst ein weites Spektrum, vom steinzeitlichen Gräberfeld bis zum Wohnbau der klassischen Moderne, vom Römerlager bis zum Barockstift, von der Wegkapelle bis zum historischen Industriebau und vom Ortsensemble bis zur Heiligenfigur (siehe dazu §1 Denkmalschutzgesetz).

Wozu braucht man überhaupt Denkmalschutz?

Alte Bausubstanz hat kulturellen, aber auch wirtschaftlichen Wert. Sie trägt wesentlich zu unserer Lebensqualität bei und ist Teil unserer Geschichte und Identität. Weil sie einmalig und besonders ist, kann man sie – einmal zerstört – auch nicht wiederherstellen. Es gilt daher, die Hinterlassenschaften zu erhalten, zu pflegen und mit Leben zu erfüllen. Der Denkmalschutz hilft, dieses kulturelle Erbe gemeinsam mit den Menschen, die in der Region leben, zu bewahren.

Wer stellt unter Denkmalschutz?

Das Bundesdenkmalamt ist die zuständige Behörde in Österreich, die nach den Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes die Unterschutzstellungen durchführt.

Kann ich beantragen, dass etwas unter Denkmalschutz gestellt wird?

Lediglich dem Landeshauptmann steht ein Antragsrecht auf Feststellung des Vorliegens des öffentlichen Interesses an der Erhaltung von Denkmalen (Stellung unter Denkmalschutz) zu.

Woher weiß ich, was unter Denkmalschutz steht?

Das Bundesdenkmalamt hat unbewegliche Denkmale, die unter Denkmalschutz stehen, in einer Liste zu erfassen und diese Liste öffentlich bekanntzumachen. In der Regel geschieht dies durch einen Eintrag auf der Website des Bundesdenkmalamtes: Denkmalverzeichnis
Diese Liste ist rechtlich nicht verbindlich.

Bei unbeweglichen Denkmalen ist der Denkmalschutz auch im Grundbuch ersichtlich. Die Eintragung des Denkmalschutzes im Grundbuch ist eine zusätzliche Information zu den Grundbuchdaten. Damit sind keine weiteren Rechtsfolgen (Belastungen) verbunden. Für bewegliche Denkmale gelten diese Vorschriften nicht.

Ist mein Haus, mein Acker ein Denkmal?

Ein von Menschen geschaffener Gegenstand, der von geschichtlicher, künstlerischer oder sonstiger kultureller Bedeutung ist, kann vom Bundesdenkmalamt zum „schützenswerten Denkmal“ erklärt werden, wenn dessen Erhaltung im „öffentlichen Interesse“ gelegen ist.

Infofolder "Mein Haus! Ein Denkmal? Mein Acker! Ein Denkmal?"

Akteneinsicht

Ich bin StudentIn und schreibe eine Arbeit (Diplomarbeit, Dissertation, Seminararbeit) über das Gebäude / KünstlerIn / ArchitektIn. Ich möchte Einsicht in die Akten des Bundesdenkmalamtes über dieses Gebäude / diese Gebäude nehmen. Können Sie mir bitte die Akten heraussuchen?
Ich interessiere mich für ein Gebäude und möchte gerne den Unterschutzstellungsbescheid sehen. Können Sie mir diesen bitte zusenden ?

Allen Parteien steht grundsätzlich das Recht auf Akteneinsicht zu. Diese kann nur in bestimmten Fällen verweigert werden. Beteiligten oder Interessierten steht dieses Recht auf Akteneinsicht nicht zu. Diese benötigen eine Vollmacht des Eigentümers/der Eigentümerin, um zum Beispiel Einsicht in den Akt des Bundesdenkmalamtes nehmen zu können oder damit ein Unterschutzstellungsbescheid übermittelt werden darf.

Ab wann (zeitlich) kann ein Objekt ein geschütztes Denkmal sein?

Nach Durchführung eines Unterschutzstellungsverfahrens und nach Ablauf der Rechtsmittelfrist erwächst die Entscheidung des Bundesdenkmalamtes in Rechtskraft. Ab diesem Zeitpunkt unterliegt das Denkmal den Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes.

Die Tatsache, dass ein geschütztes Denkmal vorliegt, wird im Grundbuch ersichtlich gemacht. Die Eintragung des Denkmalschutzes im Grundbuch ist eine zusätzliche Information zu den Grundbuchdaten. Damit sind keine weiteren Rechtsfolgen (Belastungen) verbunden.

Welche Konsequenzen hat der Denkmalschutz?

Bauliche Veränderungen sind auch bei denkmalgeschützten Objekten in gewissem Rahmen möglich. Das Bundesdenkmalamt bemüht sich, gemeinsam mit den Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümern individuelle Lösungen zu finden.

Beabsichtigte Veränderungen, die den Bestand (Substanz), die überlieferte (gewachsene) Erscheinung oder die künstlerische Wirkung des Denkmals beeinflussen könnten, bedürfen laut Denkmalschutzgesetz einer Bewilligung des Bundesdenkmalamtes.

Um Verzögerungen und unnötige Kosten für Planungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Bundesdenkmalamt in Verbindung zu setzen.

Durch den Denkmalschutz wird die bisherige Nutzung nicht eingeschränkt. Die Weitergabe eines Denkmals (zum Beispiel durch Verkauf oder Schenkung) ändert nichts am Denkmalschutz. Dem Bundesdenkmalamt sind lediglich die Daten der neuen EigentümerInnen oder des neuen Eigentümers mitzuteilen und die neuen Verfügungsbefugten sind auf den Denkmalschutz hinzuweisen. Es besteht für die Eigentümerin oder den Eigentümer keine Verpflichtung, das Denkmal öffentlich zugänglich zu machen.

Der Denkmalschutz ändert auch nichts daran, dass die Durchführung von archäologischen Grabungen auf einem Grundstück von der zivilrechtlichen Zustimmung der Eigentümerin / des Eigentümers abhängig ist.

Bei Baudenkmalen besteht – so wie bei allen anderen Bauten - die Verpflichtung zur Erhaltung in einem ordnungsgemäßen Zustand, wie es auch in den Bauordnungen vorgesehen ist. Darüber hinaus können Bau- oder Restaurierungsmaßnahmen vom Bundesdenkmalamt nicht aufgetragen werden.

Das Bundesdenkmalamt kann Restaurierungsarbeiten, denkmalspezifische Maßnahmen, Voruntersuchungen sowie Arbeiten und Maßnahmen im Sinne der Denkmalpflege an unter Denkmalschutz stehenden Objekten fördern.

Wie kann ich den Denkmalschutz aufheben?

Bei Denkmalen, die etwa durch Zeitablauf, Unglücksfälle und dgl. verändert oder zerstört wurden oder aus sonstigen Gründen, wie etwa eine wissenschaftliche Neubewertung, jede Bedeutung als schützenswertes Denkmals verloren haben, kann auf Antrag oder von Amts wegen nach Durchführung eines Ermittlungsverfahrens der Denkmalschutz aufgehoben und festgestellt werden, dass kein öffentliches Erhaltungsinteresse mehr besteht.

Ich möchte mein Denkmal abreißen lassen, was kann ich tun?

Die Zerstörung sowie jede Veränderung eines Denkmals bedarf der Bewilligung des Bundesdenkmalamtes. Die Beweggründe sind von Antragstellerseite entsprechend nachzuweisen. Vor der Erteilung der Zerstörungsbewilligung ist der Denkmalbeirat zu hören.

Was ist ein Ensemble?

Bei Ensembles besteht zwischen den einzelnen Gebäuden und sonstigen baulichen Anlagen (zum Bespiel Kleindenkmalen) ein geschichtlicher, künstlerischer und/oder kultureller Zusammenhang. Diese gewachsene Beziehung schafft eine Einheit, die für sich einen besonderen Wert darstellt und deren Erhaltung als Einheit im öffentlichen Interesse gelegen ist.

Warum muss man ein Ensemble gesondert unter Denkmalschutz stellen?

Der Gesetzgeber wollte die Möglichkeit schaffen, auch historisch gewachsene Zusammenhänge bewahren zu können. Wenn dieser Zusammenhang von so hoher geschichtlicher, künstlerischer und/oder sonstiger kultureller Bedeutung ist (so lautet die Formulierung im Denkmalschutzgesetz), dass die Erhaltung im öffentlichen Interesse liegt, wird eine Ensemble-Unterschutzstellung durchgeführt. In der praktischen Anwendung der Denkmalpflege besteht kein Unterschied zwischen Ensemble-Schutz und Einzel-Denkmalschutz. In Österreich gibt es derzeit rund 80 denkmalgeschützte Ensembles von unterschiedlicher Größe.

Was ist der Unterschied zwischen Naturschutz und Denkmalschutz?

Angelegenheiten des Denkmalschutzes wurden bereits 1920 als gesamtstaatliche Aufgabe verankert und durch die Kompetenzverteiltung (in Kraft getreten zum 1.10.1925) in Gesetzgebung und Vollziehung in Art 10 Abs 1 Z 13 B-VG dem Bund zugewiesen.

Denkmalschutz als Bundeskompetenz und Naturschutz als Landeskompetenz sind zwei verschiedene Agenden. Dem Bundesdenkmalamt wurde durch eine Verfassungsbestimmung die Kompetenz zur Unterschutzstellung von 56 Park- und Gartenanlagen mit ihren pflanzlichen Bestandteilen unter Denkmalschutz zu stellen.

Was ist der Unterschied zwischen Ortsbildschutz und Denkmalschutz?

Angelegenheiten des Denkmalschutzes wurden bereits 1920 als gesamtstaatliche Aufgabe verankert und durch die Kompetenzverteiltung (in Kraft getreten zum 1.10.1925) in Gesetzgebung und Vollziehung in Art 10 Abs 1 Z 13 B-VG dem Bund zugewiesen.

Der Ortsbildschutz fällt in die Kompetenz der Länder. Ortsbildschutz ist für das äußere Erscheinungsbild von Gebäuden und für Orts- und Stadtbilder zuständig. Dabei geht es (je nach landesspezifischer Regelung) um eine in sich stimmige Gesamterscheinung, in der auch die Gestaltung von Neubauten oder Freiflächen, eine wesentliche Rolle spielen.

Der Denkmalschutz erfasst die historischen Bauten insgesamt, also auch das Innere, und achtet somit darauf, dass die Substanz dessen, was das kulturelle Erbe ausmacht, nicht verloren geht.

Wie verhält sich die Bauordnung zum Denkmalschutz?

Bauordnung (Kompetenz der Länder) und Denkmalschutzrecht (Kompetenz des Bundes) sind parallele Zuständigkeiten: Der Bauwerber/die Bauwerberin benötigt im Fall einer geplanten Veränderung eines Denkmals sowohl eine Bewilligung der Baubehörde, als auch eine Bewilligung des Bundesdenkmalamtes.

Die Baubehörde hat dabei die Bestimmungen der jeweiligen Bauordnung anzuwenden und das Bundesdenkmalamt die Bestimmungen des Denkmalschutzgesetzes. Dabei kann es vorkommen, dass eine Behörde die Bewilligung erteilt und die andere Behörde die Bewilligung versagt. Die Bauwerbenden können ihr Vorhaben aber erst verwirklichen, wenn sie beide Bewilligungen erhalten haben.

Um für die Bauwerbenden eine möglichst schnelle und unkomplizierte Abwicklung zu ermöglichen, sind beide Behörden um eine gute Zusammenarbeit bemüht. Das Bundesdenkmalamt hebt beim Denkmalschutzverfahren keine Gebühren ein.

Wie verhält sich der UNESCO Welterbe-Status zum Denkmalschutz?

Die UNESCO verlangt, dass alle Welterbe-Regionen bestens geschützt werden. Dazu gehört insbesondere der Denkmalschutz.

Weltkulturerbestätten von Österreich

UNTERSCHUTZSTELLUNGSVERFAHREN

Das Bundesdenkmalamt ist die zuständige Behörde und Fachinstanz in Österreich, die im gesetzlichen Auftrag die Unterschutzstellungen durchführ. Das Bundesdenkmalamt handelt planmäßig auf der Grundlage eines österreichweiten Unterschutzstellungskonzepts.

Das Unterschutzstellungsverfahren wird nach dem Denkmalschutzgesetz und dem Allgemeinen Verwaltungsverfahrensgesetz durchgeführt. In diesem Verfahren wird das öffentliche Interesse an der Erhaltung eiens Objekts ausschließich auf Grund seiner geschichtlichen, künstlerischen oder sonstigen kulturellen Bedeutung festgestellt.

Was genau passiert bei einer Unterschutzstellung?

Nach Terminvereinbarung findet zur Bewertung eine Besichtigung der Objekte statt.

Danach wird vom Amtssachverständigen des Bundesdenkmalamtes ein Gutachten erstellt. Dieses Amtssachverständigengutachten wird gleichzeitig mit der Mitteilung über eine beabsichtigte Stellung unter Denkmalschutz an die Parteien (das sind bei unbeweglichen Objekte die EigentümerInnen und allenfalls Bauberechtigten, Landeshauptmann, Gemeinde, Bürgermeister) versendet. Nun besteht die Möglichkeit, dazu Stellungnahmen abzugeben. Das Bundesdenkmalamt hat sich im weiteren Verfahren mit diesen Stellungnahmen auseinanderzusetzen.

Erst danach wird der Bescheid unter Berücksichtigung der eingegangenen Stellungnahmen erlassen und mit der Post (RSb) zugestellt. Alle Parteien haben nun die Möglichkeit, gegen den Bescheid innerhalb einer Frist von vier Wochen Beschwerde zu erheben. Rechtsmittelinstanz ist das Bundesverwaltungsgericht.

Nach rechtskräftiger Unterschutzstellung erfolgt bei unbeweglichen Denkmalen von Amts wegen die Ersichtlichmachung des Denkmalschutzes im jeweiligen Grundbuch. Die Eintragung des Denkmalschutzes im Grundbuch ist eine zusätzliche Information zu den Grundbuchdaten. Damit sind keine weiteren Rechtsfolgen (Belastungen) verbunden.

VERÄNDERUNGEN AN DENKMALEN / INSTANDSETZUNGSVERFAHREN

Es liegt im Interesse des Denkmalschutzes, dass Denkmale sinnvoll genützt werden. Veränderungen sind daher generell auch bei denkmalgeschützten Häusern möglich. Das Bundesdenkmalamt bemüht sich, gemeinsam mit den Denkmaleigentümerinnen und -eigentümern individuelle Lösungen zu finden.

Welche Maßnahmen bedürfen einer Genehmigung durch das Bundesdenkmalamt ?

Die Zerstörung sowie jede Veränderung eines Objektes, die den Bestand, die überlieferte, das heißt gewachsene Erscheinung oder künstlerische Wirkung beeinflussen könnte, muss mit dem Bundesdenkmalamt abgestimmt werden.

Was ist zu tun, wenn ich mein Denkmal verändern und sanieren möchte?

Das Bundesdenkmalamt entscheidet über meinen Veränderungsantrag und prüft, ob die geplanten Maßnahmen denkmalverträglich sein. Um Verzögerungen und unnötige Kosten für Planungen zu vermeiden, ist es sinnvoll, sich frühzeitig mit dem Bundesdenkmalamt in Verbindung zu setzen. Die zuständigen Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter besprechen und erörtern mit den Antragstellenden Möglichkeiten und Lösungen für eine denkmalverträgliche Umsetzung des Vorhabens gemäß den Standards der Denkmalpflege.

Wer ist mein Ansprechpartner?

Bitte wenden Sie sich an die zuständige Abteilung in den Bundesländern beziehungsweise Fachabteilung.

Was ist bewilligungspflichtig? Wie lange dauert es, bis ich eine Bewilligung bekomme?

Kann eine Bewilligung, die noch nicht konsumiert wurde, verlängert werden, und wenn ja, was muss ich tun, um eine Verlängerung zu erhalten? Warum muss ich eine Begründung für das Ansuchen um Veränderung angeben? Es ist ja mein Haus und ich möchte es einfach umbauen.

Bitte wenden Sie sich an die zuständige Abteilung in den Bundesländern beziehungsweise Fachabteilung.

Standards, Leitfäden, Richtlinien

Gesetze und Verordnungen

Download (Formulare)

Welche Unterlagen muss ich abgeben, damit ich eine Bewilligung vom Bundesdenkmalamt bekomme? Wie viele Pläne muss ich abgeben? Wer muss die Pläne unterschreiben? Kann ich die Unterlagen digital abgeben?

Wie sieht ein ideales Denkmalprojekt aus?

Bitte wenden Sie sich gleich zu Projektbeginn an die zuständige Abteilung in den Bundesländern beziehungsweise Fachabteilung.

Standards, Leitfäden, Richtlinien

Gesetze und Verordnungen

Download (Formulare)

Nach welchen Regeln entscheidet das Bundesdenkmalamt?

Unser Haus ist oft verändert worden. Kommt es jetzt unter einen „Glassturz“?

Fast jedes Denkmal ist im Lauf seiner Geschichte mehrfach verändert worden. Manchmal haben diese Veränderungen die Bedeutung des Baues noch gesteigert, meist handelt es sich um ganz normale Anpassungen an veränderte Lebens-, Wohn- oder Arbeitsbedingungen. Denkmalschutz bedeutet keine Umwandlung des Objekts in ein Museum. Adaptierungen sind auch nach einer Unterschutzstellung unter größtmöglicher Schonung der wertvollen Bausubstanz möglich.

Ich möchte mein denkmalgeschütztes Haus umbauen. Wie soll ich vorgehen?

Um Kosten für Planungen zu vermeiden, die mit dem Denkmalschutz nicht in Einklang zu bringen sind, ist es am besten, sich frühzeitig mit dem Bundesdenkmalamt in Verbindung zu setzen. Bitte wenden Sie sich an die zuständige Abteilung in den Bundesländern beziehungsweise Fachabteilung. Der/die zuständige Sachbearbeiter/in besprechen mit Ihnen Ihre Wünsche und erörtern Möglichkeiten und Lösungen, die den Richtlinien der Denkmalpflege entsprechen.

Wo und wie muss die Planung für einen Umbau eingereicht werden?

Die Planung für einen Umbau muss bei der zuständigen Bundesland-Abteilung eingebracht werden. Nach Vorliegen einer Planung, die im Einklang mit dem Denkmalschutz ist, wird ein Ansuchen für die Bewilligung der Arbeiten bei der zuständigen Abteilung in den Bundesländern eingebracht. Zusammen mit dem Ansuchen müssen bewilligungsfähige Einreichpläne in dreifacher Ausführung, gefärbelt und unterschrieben (vergleichbar zur Einreichung bei der Baubehörde) sowie eine Baubeschreibung eingereicht werden.

Auch meine Nachbarn haben denkmalgeschützte Häuser. Sie haben Veränderungen vorgenommen. Können Sie mir verbieten, dasselbe zu tun?

Kein Haus ist ganz gleich wie das andere. Unterschiedliche Entstehungszeiten, unterschiedliche Stile, unterschiedliche Bautechniken und Baumaterialien bewirken auch unterschiedliche Bewertungen, so dass jedes Objekt ganz für sich betrachtet werden muss.

Warum verbieten Sie Kunststofffenster?

Holzfenster stehen mit dem Charakter und Typus eines historisch wertvollen Gebäudes im Einklang. Es ist nicht möglich mit Kunststofffenstern eine Fensterkonstruktion auszuführen, die historischen Gebäuden entspricht.

Wir leben umweltbewusst und möchten Solarzellen einbauen. Ist das beim Denkmalschutz möglich?

Umweltschutz ist auch ein Anliegen des Bundesdenkmalamt. Beide Interessen – Umweltschutz und Denkmalschutz – sollen miteinander in Einklang gebracht werden. Das Bundesdenkmalamt ist immer bemüht, Kompromisslösungen zu suchen, durch die das Denkmal in seiner Erscheinung nicht beeinträchtigt wird, wie zum Beispiel von Solaranlagen an Positionen, die von öffentlichen Standorten aus nicht einsehbar sind.  

FINANZIELLES


Kann ich Leistungen, die ich für die Restaurierung/Instandsetzung eines denkmalgeschützten Objektes, aufbringe, von der Steuer absetzen?

Für jene Objekte, die unter Denkmalschutz stehen und betrieblich genutzt werden, gelten steuerliche Begünstigungen.


1. Bei Einkünften aus Vermietung und Verpachtung ist der Herstellungsaufwand auf Grund des Denkmalschutzgesetzes über Antrag gemäß § 28 Abs. 3 Z 3 Einkommensteuergesetz gleichmäßig auf fünfzehn Jahre verteilt abzusetzen.

2. Gemäß § 8 Abs. 2 Einkommensteuergesetz können Anschaffungs- oder Herstellungskosten, die für denkmalgeschützte Betriebsgebäude im Interesse der Denkmalpflege aufgewendet werden, gleichmäßig auf zehn Jahre verteilt abgeschrieben werden.

3. Gemäß § 28 Bewertungsgesetz ist der Einheitswert für unter Denkmalschutz stehende Gebäude mit 30 Prozent des an sich maßgebenden Wertes festzustellen, wenn die durchschnittlichen Erhaltungskosten die erzielten Einnahmen und sonstigen Vorteile übersteigen.

Welche Erleichterungen im Mietrecht gibt es?

Bei einer Mietzinsvereinbarung besteht keine Bindung an die Kategoriemietzinse des § 16 Abs. 2 Mietrechtsgesetz, wenn das Objekt unter Denkmalschutz steht und der Vermieter unbeschadet der Gewährung öffentlicher Mittel zu dessen Erhaltung nach dem 8. Mai 1945 erhebliche Eigenmittel aufgewendet hat (§ 16 Abs. 1 Z 3 Mietrechtsgesetz vom 26.11.1993).

Wie komme ich zu einer Förderung?

Das Bundesdenkmalamt kann Förderungen für Restaurierungsarbeiten, denkmalspezifische Maßnahmen, Voruntersuchungen sowie für Arbeiten und Maßnahmen im Sinne der Denkmalpflege gewähren. Voraussetzung ist, dass das Objekt unter Denkmalschutz steht. Die Höhe der Förderung ist individuell und hängt zum Beispiel von der Art der Arbeiten, den konkreten Kosten, der wirtschaftlichen Situation des Denkmaleigentümers/der Denkmaleigentümerin, einer etwaigen Gefährdung des Denkmals sowie von den zur Verfügung stehenden öffentlichen Mitteln ab.

Ansprechpartner für Förderungen sind die jeweiligen Bundesländerabteilungen.

Formulare für Förderungsansuchen finden Sie im Download.

Denkmaleigentümerinnen und Denkmaleigentümer  werden von unseren Fachleuten jederzeit kostenlos und unabhängig beraten, was bei Sanierungen zusätzlich Kosten sparen kann.

Gibt es lokale Fördermöglichkeiten?

Verschiedene Förderungen durch das Land (zum Beispiel Wohnbauförderung, Förderungen im Rahmen von Altstadterhaltungs- und Ortsbildschutzgesetzen) oder gemeinschaftliche Förderungen von Bund, Ländern und Gemeinden (zum Beispiel Fassadenrestaurierungsaktion) werden vom Denkmalschutz abhängig gemacht.

Wie kann man Spenden für ein Objekt sammeln?

Seit 1.1.2017 werden ausschließlich Einzelspenden im Bundesdenkmalamt entgegengenommen. Diese Spenden werden einem bestimmten Spendenprojekt zugeordnet. Damit bleibt sichergestellt, dass die Spendenaktionen einem entsprechenden Objekt zugute kommen. Die Spendenaktionen werden derzeit mit den Objekteigentümerinnen und Objekteigentümern vereinbart. Die laufend neue Aktionen finden Sie hier.

Sie wollen als Spendenkoordinatorin oder -koordinator eine neue Spendenaktion einrichten?

Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen Ihnen dabei gerne. Wählen Sie dazu eine unserer zuständigen Abteilungen in den Bundesländern und schicken Sie uns eine E-Mail.

Wo erhalte ich Informationen zur steuerlichen Absetzbarkeit von Spenden?

Das Einkommensteuergesetz weist das Bundesdenkmalamt als spendenbegünstigte Einrichtung aus. Es wird sowohl selbstständig wie unselbstständig Tätigen ermöglicht, Spenden an das Bundesdenkmalamt steuerlich abzusetzen. Die jeweilige Spende wird zur Sicherung, Erhaltung und Erforschung von Denkmalen verwendet.

Auf Grund einer Novellierung des Einkommensteuergesetzes im Jahr 2016 kommt es zum automatischen Datenaustausch zwischen dem Bundesdenkmalamt und dem Bundesministerium für Finanzen. Details zur Absetzbarkeit NEU entnehmen Sie bitte der Website des Bundesdenkmalamtes  und des Bundesministeriums für Finanzen.

AUSFUHR / BEWEGLICHE DENKMALE / INTERNATIONALER KULTURGÜTERTRANSFER


Wo und in welcher Form kann ich ein Ausfuhransuchen einreichen?

In der Abteilung für bewegliche Denkmale – Internationaler Kulturgütertransfer oder in der Amtskanzlei im Bundesdenkmalamt, Hofburg, 1010 Wien; Persönlich während des Parteienverkehrs oder schriftlich per Post, Fax oder E-Mail.

Ausfuhranträge können aber auch in den Bundesländerabteilungen Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg eingereicht werden.

Muss ich für alle Kunstgegenstände bzw. Kulturgüter um Ausfuhrbewilligung ansuchen?

Generell muss für

a) sämtliche archäologische Gegenstände (zum Beispiel für eine römische Münze um 50 Euro)

b) sämtliche Autographe (das sind Briefe, Manuskripte, Handschriften, Tagebücher, Notizen, signierte Fotos, Notenmanuskripte) sofern der Autor bereits länger als 20 Jahre verstorben ist

c) für alle unter Denkmalschutz stehenden Gegenstände (aus kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen, aus öffentlichen Sammlungen, Museen, Bibliotheken und für jedes Stück das unter Denkmalschutz gestellt wurde)

angesucht werden.

Für alle anderen Gegenstände gelten die Wertgrenzen der Warengruppen (siehe Verordnung BGBl. II Nr. 484/1999).

Welche Unterlagen muss ich dem Ausfuhransuchen beigeben?

Objektliste, Fotomaterial (kann auch per E-Mail geschickt werden), Gutachten (wenn vorhanden), gegebenenfalls Rechnung, eine Vollmacht (wenn Sie für jemanden anderen ansuchen wollen). Das Bundesdenkmalamt behält sich die Besichtigung der Originale vor.

Wie viel kostet eine Ausfuhrbewilligung?

Alle Ausfuhranträge sind gebührenfrei, die Bearbeitung erfolgt kostenlos.

Brauche ich eine Bewilligung, wenn ich meine Möbel in Tschechien bzw. Polen restaurieren lasse?

Das hängt vom Schätzwert Ihrer Möbel/ Kunstgegenstände ab. Die Ausfuhrgenehmigung kann Ihnen jedenfalls beim Grenzübergang helfen und den Rücktransport erleichtern.

Welches Formular wird für innerhalb beziehungsweise außerhalb EU verwendet?

Für innerhalb der EU werden das Formular „Ansuchen um eine Bewilligung und/oder Bestätigung“ gemäß § 17 und 18 Denkmalschutzgesetz und das Formular „Ansuchen um eine befristete Bewilligung“ gemäß § 22 Abs. 1 oder 5 Denkmalschutzgesetz verwendet.

Für außerhalb der EU die hochformatigen Formularsätze mit der Bezeichnung „Europäische Gemeinschaften – Kulturgüter“.

Sind die Kunstwerke, die ich auf einer österreichischen Auktion erworben habe, ausfuhrfrei?

In den meisten Fällen ja, es sei denn, es wurde in der Auktion die Einleitung einer Unterschutzstellung angekündigt. Die Bewilligungspflicht ist vom Wert abhängig (siehe Verordnung BGBl. II Nr. 484/1999).

Ist das Bundesdenkmalamt auch zuständig für die Einfuhr aus dem Ausland?

Nein, außer es wird um Wiederausfuhr für Objekte angesucht, die aus dem Ausland eingeführt wurden. Dafür ist die Vorlage von Einfuhrpapieren notwendig. Die entsprechenden Ansuchen/ Formulare liegen in der Abteilung für bewegliche Denkmale – Internationaler Kulturgütertransfer auf oder können heruntergeladen werden. Über die Zollbestimmungen informieren Sie sich bitte beim Hauptzollamt.

Gibt es für denkmalgeschützte Kunstgegenstände noch eine Möglichkeit der Ausfuhr?

Eine befristete Ausfuhrbewilligung für Ausstellung, Präsentation bzw. Restaurierung kann selbstverständlich erteilt werden. Eine endgültige Ausfuhrgenehmigung kann hingegen nur in äußerst seltenen Sonderfällen erteilt werden, wenn entsprechend gewichtige rücksichtswürdige Gründe vorliegen.

Kann ich Auskünfte über frühere Ausfuhren erhalten?

Auskünfte in eigener Sache beziehungsweise Familienangelegenheiten können gerne erteilt werden, sofern genauere Angaben zu den Objekten und den beteiligten Personen bekannt sind. Die Anfragen müssen schriftlich an die Abteilung für bewegliche Denkmale – Internationaler Kulturgütertransfer gerichtet werden, gegebenenfalls werden sie an die Kommission für Provenienzforschung weitergeleitet.

Was bedeutet der Stempel auf der Rückseite meines Bildes („Bundesdenkmalamt“)?

Über einen längeren Zeitraum war es üblich, die zur Ausfuhr bestimmten Gegenstände mit Stempeln zu kennzeichnen. Der Stempel bestätigt also nur, dass der Gegenstand zu einem früheren Zeitpunkt zur Ausfuhr freigegeben wurde.

Machen Sie auch Hausbesuche, wenn ich meine Kunstgegenstände nicht in die Hofburg bringen kann?

Ja, selbstverständlich, um rechtzeitige Terminabsprache wird gebeten.

Wie lange ist eine Ausfuhrbewilligung gültig?

Ausfuhrbestätigungen gemäß Denkmalschutzgesetz sind 5 Jahre gültig. Befristete Bescheide gemäß Denkmalschutzgesetz können für maximal 5 Jahre ausgestellt werden, ebenso Genehmigungen zur vorübergehenden Ausfuhr gemäß Verordnung (EG) 116/2009 für Drittländer. Die endgültigen Genehmigungen für Drittländer sind allerdings nur ein Jahr ab Ausstellungsdatum gültig.

ARCHÄOLOGIE


Was ist ein Bodendenkmal (=archäologisches Denkmal)?

Laut Denkmalschutzgesetz handelt es sich dabei um von Menschen geschaffene unbewegliche und bewegliche Gegenstände oder Bodenformationen von geschichtlicher, künstlerischer oder sonstiger kultureller Bedeutung.

Darunter versteht man alle Arten von Fundobjekten, aber auch Siedlungsreste, Gräberfelder oder Befestigungsanlagen aus allen Epochen der Menschheitsgeschichte. Bodendenkmale sind für Epochen ohne schriftliche Überlieferung die einzigen historischen Quellen, bieten aber auch für das Geschichtsbild späterer Zeitabschnitte eine wertvolle Ergänzung.

Mein Grundstück steht unter Denkmalschutz, obwohl man dort nicht das geringste sieht. Wie können Sie feststellen, dass ein Bodendenkmal vorhanden ist?

Viele Bodendenkmale sind für Laien tatsächlich in der Natur nicht wahrnehmbar. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abteilung für Archäologie können aber an Hand von Luftbildern, geophysikalischen Untersuchungen, Aufsammlung von Fundstücken oder älteren Fundmeldungen feststellen, ob an der betreffenden Stelle Bodendenkmale vorhanden sind.

Ich habe ein unter Denkmalschutz stehendes Grundstück gekauft und möchte dort bauen. Was kann ich tun?

Wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Archäologie. Jeder Fall ist vor Baubeginn individuell abzuklären und bedarf der fachkundigen Beratung durch diese Abteilung.

Ich habe ein Grundstück gekauft, das im Flächenwidmungsplan als archäologisches Fundgebiet gekennzeichnet ist und möchte dort bauen. Wie soll ich vorgehen?

Wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Archäologie. Jeder Fall ist individuell abzuklären und bedarf der fachkundigen Beratung durch diese Abteilung.

Auf meinem landwirtschaftlich genützten Grundstück werden archäologische Grabungen / Prospektionen geplant. Muss ich dem zustimmen?

Ihre Zustimmung ist - zivilrechtlich gesehen - erforderlich und der/die LeiterIn der geplanten archäologischen Grabung/Prospektion/Maßnahme hat diese bei Ihnen einzuholen. Lediglich bei akuter Gefährdung einer archäologischen Fundstelle könnte das Bundesdenkmalamt in Übereinstimmung mit dem Denkmalschutzgesetz die Gestattung einer archäologischen Grabung erzwingen.

Auf meinem Grundstück werden archäologische Grabungen stattfinden. Wem gehören die Funde?

Grundsätzlich erwerben sowohl der/die FinderIn (in diesem Fall der/die AusgräberIn bzw. der/die AuftraggeberIn) als auch der/die GrundeigentümerIn/nen zu gleichen Teilen Eigentum an den archäologischen Funden, das heißt jedem gehören 50 Prozent.

Darf ich mein Grundstück, das unter Denkmalschutz steht, überhaupt noch bearbeiten?

Die bisherige landwirtschaftliche oder forstwirtschaftliche Nutzung kann weiterhin erfolgen; alle in den Boden eingreifenden Maßnahmen wie das Anlegen von Wegen oder Künetten sind bewilligungspflichtig, Anträge sind beim Bundesdenkmalamt einzubringen und werden von der Abteilung für Archäologie behandelt.

Auf meinem Grundstück befindet sich ein Bodendenkmal. Das Bundesdenkmalamt will es aber nicht archäologisch untersuchen. Warum nicht?

Jedes Bodendenkmal wird durch eine archäologische Grabung unwiederbringlich zerstört. Prinzipielle Aufgabe der archäologischen Denkmalpflege ist aber die Erhaltung von Denkmalen, weshalb nur bei akuter Gefährdung des Bodendenkmals eine Grabung veranlasst wird.

Ich habe zufällig einen „Schatz“ gefunden. Was ist zu tun? Wem gehört er?

Wenn zufällig ein Schatz oder archäologische Objekte im allgemeinen (Keramik, Metall, Knochen, Mauerreste etc.) aufgefunden werden, ist sofort die Abteilung für Archäologie zu verständigen. Grundsätzlich erwerben sowohl der/die Finder/in als auch der/die Grundeigentümer/in zu gleichen Teilen Eigentum an den archäologischen Funden, das heißt jedem gehören 50 Prozent.

Wenn der/die FinderIn den Schatz ohne Wissen und Zustimmung des/der Grundeigentümers/in gesucht hat oder sich bei der Suche einer sonstigen strafbaren Handlung schuldig gemacht hat, erwirbt er/sie kein Eigentum. Eine solche strafbare Handlung liegt etwa dann vor, wenn ohne Bewilligung des Bundesdenkmalamtes nach Bodendenkmalen gesucht beziehungsweise nach archäologischen Funden gegraben wurde.

Ich möchte mir ein Metallsuchgerät kaufen und damit suchen/sondeln/die Geschichte erforschen.

Jede Nachforschung durch Veränderung der Erdoberfläche beziehungsweise des Grundes unter Wasser (Grabung) und sonstige Nachforschungen an Ort und Stelle zum Zwecke der Entdeckung und Untersuchung beweglicher und unbeweglicher Denkmale unter der Erd- beziehungsweise Wasseroberfläche dürfen nur mit Bewilligung des Bundesdenkmalamtes vorgenommen werden. Diese Bewilligung kann gemäß der gesetzlichen Vorgabe nur an Personen mit abgeschlossenem einschlägigem Studium, also an akademisch ausgebildete Archäologinnen und Archäologen, erteilt werden.

Wird ohne Genehmigung des Bundesdenkmalamtes ein Metallsuchgerät auf einem unter Denkmalschutz stehenden Grundstück verwendet, liegt grundsätzlich eine unerlaubte und strafbare Handlung vor, die vom Bundesdenkmalamt verfolgt wird. Weiters wird darauf hingewiesen, dass derartige Bodeneingriffe nur mit Zustimmung des/r Grundeigentümers/in zulässig sind.

Macht das Bundesdenkmalamt die aus Sicht des Denkmalschutzes erforderlichen Grabungen/Prospektionen selbst?

Im Großteil der Fälle nicht. In aller Regel werden Grabungen/Prospektionen von Bauherrenseite/ProjektwerberInnenseitein Auftrag gegeben. Er/ Sie kann dazu unter verschiedenen (in- und ausländischen) Anbietern von archäologischen Dienstleistungen wählen. Der/die Leiter/in der Grabung/Prospektion benötigt dann eine Bewilligung nach dem Denkmalschutzgesetz, um die beim Bundesdenkmalamt anzusuchen ist.

Wer zahlt die aus Sicht des Denkmalschutzes erforderlichen Grabungen/Prospektionen?

In aller Regel zahlt der/ die Auftraggeber/in. Förderungen aus Bundesmitteln und oft auch durch Länder und Gemeinden sind möglich. Wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Archäologie. Jeder Fall ist individuell abzuklären und bedarf der fachkundigen Beratung durch diese Abteilung.

Können die aus Sicht des Denkmalschutzes erforderlichen archäologischen Untersuchungen während des Baus stattfinden?

In vielen Fällen nicht. Diese sind rechtzeitig vor Baubeginn einzuplanen. Wenden Sie sich bitte an die Abteilung für Archäologie. Jeder Fall ist individuell abzuklären und bedarf der fachkundigen Beratung durch diese Abteilung.

Verfasst das Bundesdenkmalamt Fachbeiträge für UVP-Verfahren?

Nein, diese sind vom/ von der Projektwerber/in bei entsprechenden AnbieterInnen in Auftrag zu geben, wobei eine archäologische Untersuchung naturgemäß archäologischer Fachkompetenz bedarf und nicht von anderen verwandten Fachgebieten mit abgedeckt werden kann. Das Bundesdenkmalamt benötigt derartige Fachbeiträge zur Prüfung des Projekts, wozu mitunter – auf Ersuchen der UVP-Behörde – auch Prüfgutachter des Bundesdenkmalamt für das UVP-Verfahren zur Verfügung gestellt werden.

Wer darf eine archäologische Grabung machen?

Jede Nachforschung durch Veränderung der Erdoberfläche beziehungsweise des Grundes unter Wasser (Grabung) und sonstige Nachforschungen an Ort und Stelle zum Zwecke der Entdeckung und Untersuchung beweglicher und unbeweglicher Denkmale unter der Erd- bzw. Wasseroberfläche dürfen nur mit Bewilligung des Bundesdenkmalamtes vorgenommen werden. Diese Bewilligung kann gemäß der gesetzlichen Vorgabe nur an Personen mit abgeschlossenem einschlägigem Studium, also an akademisch ausgebildete ArchäologInnen erteilt werden.

Gilt das auch auf meinem eigenen Grund?

Ja, das gilt auch auf dem eigenen Grund.