FOKUS DENKMAL Bd. 06 - Die Pfarrkirche von Tattendorf

Bauliche Wunden und Narben erzählen die zwölf Jahrhunderte lange Geschichte einer Pfarrkirche in Niederösterreich und der sie umgebenden Kulturlandschaft

Die Mauern des Gebäudes sprechen eine deutliche Sprache. Reparaturen und Ausflickungen berichten von Schäden, wie sie "feste Häuser" in Kriegen, die in den Grenzregionen des Heiligen Römischen Reiches häufig tobten, erlitten. Die Verheerungen, die nach der Schlacht an der Leitha während eines ungarischen Gegenschlages um 1250 an der Kirche entstanden, hatten sogar ihren Neubau zur Folge.

Die Phasen des Aufbaues wurden allerdings oft von Überschwemmungen, Kriegen und Feuersbrünsten unterbrochen, Katastrophen, die sich immer auch in irgendeiner Form am Erscheinungsbild der Kirche niederschlugen. Entscheidende bauliche Veränderungen hat es in Tattendorf indes erst nach dem Großbrand von 1873 gegeben, als das Gotteshaus - seit 1585 dem Stift Klosterneuburg zugehörig - nach Westen verlängert und mit einem repräsentativen Turm ausgestattet wurde.

Der Bau einer ersten Kirche erfolgte jedoch schon im 9. Jahrhundert n. Chr., als nach den Awarenkriegen Karls des Großen ein Angehöriger aus dem Geschlecht der Wilhelminer aus seinem Stützpunkt Tatendorf eine Eigenkirche errichten ließ.

Einband des Buches

Bibliografische Information

FOKUS DENKMAL Bd. 6, Die Pfarrkirche von Tattendorf/2017

Archäologische und bauhistorische Untersuchungen
FormatBuch
Erscheinungsjahr2017
VerlagBerger (Horn-Wien)
AutorenFranz Sauer
HerausgeberUniv.Doz. Dr. Bernhard Hebert
Sprache(n)Deutsch (Österreich)
Seiten gesamt72
URLverlag-berger.at/shop/artikels …
ISBN978-3-85028-813-2
PreisEUR 15,00