Das Europäische Kulturerbejahr 2018 startete erfolgreich auf der Fachmesse Monumento in Salzburg

MesseSalzburg
Pulte und Tische aus Holz, Dreieckständer mit darauf aufgelegten Broschüren, im Hintergrund ein geöffneter Container mit am Dach würfelförmiger Beschriftung mit den Buchstaben BDA, davor Personen
Rund 3.000 Interessierte kamen vom 11. bis 13. Jänner ins Messezentrum Salzburg, um sich über die Themen Denkmalpflege, Restaurierung und Konservierung zu informieren, eine hervorragende Netzwerkplattform des Austausches und der Bewusstseinsbildung in bereits vierter Auflage.

Den Auftakt zur Denkmalpflegefachmesse machte das Salzburger „Kulturfrühstück“ mit einer öffentlichen Diskussion zum Leben und Arbeiten in der Salzburger Altstadt, einem bei Touristen aus aller Welt beliebten Weltkulturerbe. Die Eröffnungsveranstaltung widmete sich ganz dem ECHY 2018, mit internationalen Gästen führte die Kulturjournalistin Dr. Hedwig Kainberger ein spannendes Gespräch zu Kulturerbe und seiner gesellschaftlichen Bedeutung.

Die Monumento bietet ein bedeutendes Forum für die Branche. Auch die Denkmalpfleger/innen der Nachbarstaaten nutzen die Veranstaltung vornehmlich zum Austausch und Netzwerken. Der Themenbogen spannte sich von der Präsentation aktuellster Techniken an Bau- und Kunstdenkmälern bis zu einem Überblick der neuesten Produkte und Verfahren in der Denkmalpflege. „Die Vielfalt der Themen, die durch die Aussteller auf der Monumento präsentiert wird, zeigt, dass Denkmalpflege ein komplexes Fachthema ist, das von gesellschaftlichen Fragestellungen, handwerklichen Techniken bis hin zu digitalen Erfassungsmethoden für wissenschaftliche Forschungen reicht,“ so die Präsidentin des Bundesdenkmalamtes Barbara Neubauer.

Ebenso wurde über Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten informiert. Auffallend dabei war das junge, zum Teil internationale Publikum, das sich begeistert und äußerst interessiert zeigte. Das war auch für die Mitarbeiter/innen des BDA spürbar, die aus allen Abteilungen und Bundesländern mit Engagement zur Verfügung standen. Bei über 200 Fachgesprächen wurde über die Tätigkeit des Bundesdenkmalamtes informiert und in regem Meinungsaustausch diskutiert. Auch die zahlreichen Fachpublikationen wurden gut angenommen. Ein weiterer Anziehungspunkt war die „österreichische Sandlandschaft“. Die Kartause Mauerbach präsentierte den ersten Auswahlkatalog des Sandkatasters für die Baudenkmalpflege. Von derzeit 140 beprobten und eingelagerten Sanden aus ganz Österreich wurde eine repräsentative Auswahl auf der Monumento vor dem BDA-Container in beeindruckender Vielfalt gezeigt und von der zugehörigen Publikation begleitet.

Abwechslungsreiches Vortragsprogramm und Tagung auf hohem Niveau

Besonders beliebt waren in der Messehalle auch die Podiumsdiskussionen und die zahlreichen Fachvorträge mit interessanten Beispielen aus der Praxis. Am Freitag und Samstag fanden zudem die Europäischen Bauforschertage statt. Erstmals hat sich das Institut für Architekturtheorie und Baugeschichte der Universität Innsbruck der Aufgabenvielfalt gestellt, eine Tagung zum Thema Nachkriegsmoderne zu veranstalten. „Es gelang in zahlreichen Vorträgen die Herausforderung an die Nachkriegsarchitektur bzw. an die Moderne der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts sowohl die Instandsetzung als auch die Forschungsarbeit betreffend aufzuzeigen. Eine noch junge Disziplin mit einer modernen Botschaft für die künftige Denkmalpflege wurde auf fachlich hohem Niveau und mit positiver Stimmung vorgestellt und diskutiert,“ so DI Walter Hauser, Bundesdenkmalamt Tirol.