Ausfuhr von Kulturgut

Wann muss man ein Ausfuhransuchen stellen?

Ausfuhransuchen müssen - unabhängig vom Verkaufswert oder Schätzpreis -  für folgende Objekte gestellt werden:

  • archäologische Gegenstände (zum Beispiel für eine römische Münze um 50 Euro)
  • Autographe (zum Beispiel Briefe, Manuskripte, Handschriften, Tagebücher, Notizen, signierte Fotos, Notenmanuskripte) sofern der Autor bereits länger als 20 Jahre verstorben ist
  • unter Denkmalschutz stehende Gegenstände (aus kirchlichen und öffentlichen Einrichtungen und alle bescheidmäßig unter Denkmalschutz gestellten Objekte)

Für alle anderen Kulturgüter gelten die Kategorien der Verordnung des Bundesministers für Unterricht und kulturelle Angelegenheiten, BGBl. II Nr. 484/99 (LINK) beziehungsweise der Verordnung (EG) Nr. 116/2009 (LINK) mit den entsprechenden Wertgrenzen.

Beispielsweise gilt eine Wertgrenze von Euro 15.000,- für Zeichnungen, Fotografien und Mosaike, Euro 30.000,- für Aquarelle, Gouachen und Pastelle, Euro 50.000,- für Skulpturen und sonstige Antiquitäten wie Möbel, Musikinstrumente oder Teppiche.

Wie stellt man ein Ausfuhransuchen?

Ausfuhransuchen sind mittels Formular zu stellen.

  • Formulare für Ausfuhren in Länder innerhalb der EU

Ansuchen um eine Bewilligung und/oder Bestätigung

Ansuchen um eine befristete Bewilligung

Ansuchen um die Bewilligung der Wiederausfuhr eingeführten Kulturgutes

  • Formulare für Ausfuhren in Länder außerhalb der EU (Drittstaaten)

Für Staaten außerhalb der EU sind Antragsformulare derzeit nur in der Abteilung für bewegliche Denkmale – Internationaler Kulturgütertransfer und in den Bundesländer-Abteilungen erhältlich.

Antrag um endgültige Ausfuhrgenehmigung

Antrag um vorübergehende Ausfuhrgenehmigung

Welche Unterlagen muss ich dem Ausfuhransuchen beigeben?

Objektliste, Fotomaterial (kann auch per E-Mail geschickt werden), Gutachten (wenn vorhanden), gegebenenfalls Rechnung, eine Vollmacht (wenn für jemand anderen angesucht wird). Das Bundesdenkmalamt behält sich die Besichtigung der Originale vor.

Die Ausfuhransuchen/Anträge sind fristgerecht einzureichen, um die entsprechende Bearbeitung zu gewährleisten.

Wie viel kostet eine Ausfuhrbewilligung?

Ausfuhranträge und deren Bearbeitung sind gebührenfrei.

Wo kann ich ein Ausfuhransuchen einreichen?

In der Abteilung für bewegliche Denkmale – Internationaler Kulturgütertransfer oder in der Amtskanzlei im Bundesdenkmalamt, Hofburg, 1010 Wien

Ausfuhranträge können aber auch in den Bundesländerabteilungen Kärnten, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol und Vorarlberg eingereicht werden.

Persönlich während des Parteienverkehrs oder schriftlich per Post, Fax oder E-Mail.

Alle Formulare können auf Wunsch auch per Post zugesandt werden.

Hinweis: Für Archivalien, zum Beispiel Schriftstücke mit politischem beziehungsweise militärischem, wirtschaftlichem und administrativem Inhalt (Urkunden, Akten, Rechnungen oder ähnliches) ist das Österreichische Staatsarchiv zuständig.

Formulare

  • Ausfuhrbewilligung (16,5 KB) Formular zur Bewilligung der Ausfuhr von Kulturgut gemäß § 17 DMSG bzw. zur Bestätigung, dass die Erhaltung eines Objektes im Inland nicht im...
  • Befristete Ausfuhrbewilligung (16,7 KB) Bewilligung der Ausfuhr für einen definierten Zeitraum gemäß § 22 Abs. 1 oder 5 Denkmalschutzgesetz
  • Wiederausfuhr (16,8 KB) Bewilligung der Wiederausfuhr von zuvor eingeführten Kulturgütern gemäß § 22 Abs. 3 Denkmalschutzgesetz

Häufige Fragen

Gesetze und Verordnungen