Archäologie in Corona-Zeiten

Steiermark
Eine Archäologin mit Maske bringt einen Fund zum Container
Archäologische Grabungen unter Einhaltung von Schutzmaßnahmen möglich.

Zwei lang geplante Grabungen in der Steiermark können durch Einhaltung der derzeit geltenden Schutzmaßnahmen ohne Verzögerungen im Baugeschehen durchgeführt werden.

In Wagersbach, Graz-Umgebung, soll vor dem Bau von Einfamilienhäusern die darunterliegende Siedlung ergraben und dokumentiert werden. Seit 1990 weiß man, durch Streufunde, dass hier wahrscheinlich schon in der Bronzezeit Menschen gewohnt haben, auch Keramik aus der Römerzeit tauchte auf den Feldern auf. Bei den Grabungen wurde eine römerzeitliche Pfostenbausiedlung, Holzhäuser, aufgedeckt.

Auf den Reininghausgründen in Graz werden in einer längeren Grabungskampagne die Kriegsproduktion, aber auch die Bombentreffer des Zweiten Weltkrieges untersucht.

Die Grabungen mußten auch in Zeiten der Corona-Krise nicht unterbrochen werden. Dr. Gerald Fuchs von der Firma ARGIS erklärt, dass die penible Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien  Voraussetzung war, um die Grabungen weiterführen zu können. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen Masken, achten auf den nötigen Abstand und halten die Hygienemaßnahmen ein. Die archäologischen Befunde werden untersucht und dokumentiert, die Bauarbeiten können weitergehen.