Nachlese: Denkmalgespräch mit Christoph Bazil und Präsentation der aktuellen Ausgabe der ÖZKD

zwei Männer sitzen in Sesseln einnander gegenüber
"Denkmalpflege ist ein wichtiger Faktor für unsere Zukunft!" (Christoph Bazil)

In der Reihe „Denkmalgespräch am Donnerstag“ war diesmal Dr. Christoph Bazil in seiner neuen Funktion als Präsident des Bundesdenkmalamtes zu Gast und sprach über seine Pläne zur Erweiterung der Serviceorientierung der Behörde und die neue Rolle des Amtes in Zeiten der Digitalisierung. Dem Juristen sind ein aktiver Außenauftritt des Bundesdenkmalamtes, ein enger Austausch mit den Eigentümerinnen und Eigentümern und den zivilgesellschaftlichen Initiativen, aber auch mit den Ländern und Gemeinden ein besonderes Anliegen.

Österreich ist ein kleiner Staat mit einer großen Tradition und einer reichen Dichte an Kulturgut. Christoph Bazil versteht das Bundesdenkmalamt als „offenes Amt“, dessen Aufgabe es ist, den Kernbestand des materiellen Kulturerbes zu erhalten und dafür zu werben.

Die 200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bundesdenkmalamtes sind hochmotiviert, ihre fachliche Expertise ist ein wesentlicher Faktor für gelebte Denkmalpflege. „Wir sind fortschrittliche Bewahrer. Wenn wir der Meinung sind, dass zum Beispiel ein bestimmtes Gebäude zu schützen ist, dann haben wir dafür zu kämpfen und an nachhaltigen Lösungen mitzuarbeiten!“, betont Bazil.

Denkmalpflege ist auch gelebte Nachhaltigkeit, Energieeffizienz ist – richtig gerechnet – auch bei Altbauten gegeben. Und: „Nichts ist nachhaltiger, als eine moderne Fortschreibung historischer Bausubstanz durch eine zeitgemäße Nutzung.“

Auf die Frage, wie das Bundesdenkmalamt in fünf Jahren aufgestellt sein soll, meinte Christoph Bazil: „Das Bundesdenkmalamt ist eine moderne, fortschrittliche Behörde, die die Lösungen entwickelt, um ein Denkmal in die Zukunft zu bringen und so einen Mehrwert für unsere Gesellschaft zu schaffen. Die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern über Kulturvermittlung, verstärkte Öffentlichkeitsarbeit und Digitalisierung unseres Kulturguts ist mir ein Anliegen. Das Bundesdenkmalamt hat bereits ein gutes Standing, dieses positive Image ist noch weiter zu verstärken!“

Präsentation des aktuellen Bandes „100 Jahre Republik“ der ÖZKD

Im Rahmen des Denkmalgesprächs wurde auch das neu erschienene Heft der ÖZKD „100 JAHRE REPUBLIK – Denkmalpflege zwischen Monarchie und Republik“ mit den Tagungsbeiträgen des gleichnamigen Symposions präsentiert. Andreas Lehne referierte aus seinem Beitrag „Von Helden und Toren – Zur Geschichte des Wiener Burgtores“.