Symposium: 700 Jahre historische Dachwerke - Erforschung, Erhaltung, Erzählung

Architektur und Bautechnik
eine Gruppe von Menschen sitzt in einem Vortragssaal
Aktuelle Forschungen in Österreich und Tschechien 4.-5.Oktober 2018, Wien

Im charakteristischen Ambiente des Sommerrefektoriums im Michaelerkloster ging es am 4. Oktober 2018 einen Tag lang ausschließlich um Dächer und ihre Erforschung. In sechs Vorträgen wurden die jüngsten Erkenntnisse zur Geschichte der hölzernen Dachwerke in Österreich und Tschechien vorgestellt.

Im Zentrum der Vorträge standen die Erkenntnisse aus dem großflächigen Inventarisationsprojekt „Dachkataster - Wiener Innenstadt“ des Bundesdenkmalamtes. Sie wurden ergänzt um die langjährigen Untersuchungen zu den „Dächern der Wiener Hofburg“ durch die Technische Universität Wien.

Von hier ausgehend wurde der Bezug zu kleinstädtischen Ensembles hergestellt. Die historischen Dächer der Altstadthäuser von Cheb in Tschechien wurden erst jüngst entdeckt und auf Initiative des Stiftungsfonds „Historisches Cheb“ untersucht. Der „Dachkataster von Steyr“ in Oberösterreich hingegen stellt eine der ersten Erfassungen dieser Art dar. Sie wurde viele Jahre auf Betreiben der Stadt durchgeführt und wird nun erstmals wissenschaftlich aufbereitet.

Den Abschluss bildeten Dachwerke ländlicher Regionen. Das „Wald-Holz-Viertel“ - Projekt widmete sich Kirchendächern des Waldviertels. Vom Exzellenz Zentrum Telč wurde dazu der Vergleich mit Dächern der benachbarten Region im tschechischen Südböhmen hergestellt.

Am folgenden Tag konnten die Erkenntnisse direkt vor Ort diskutiert werden. Sieben faszinierende Dachwerke in der Wiener Altstadt waren für die TeilnehmerInnen geöffnet.