Der Merkur von Frauenberg

Torso einer Merkurstatue
Untersuchen, Konservieren, Restaurieren und Präsentieren des Hermes-Merkurs vom 1.Jh.n.Chr. aus Frauenberg bei Leibnitz/Steiermark

Die leicht unterlebensgroße Marmorstatue des Gottes Merkur stammt aus der Verfüllung einer Grube im kaiserzeitlichen Heiligtum. Der Tempelbezirk auf dem Frauenberg bei Leibnitz gehört zu den wichtigsten Fundstellen der Steiermark. Sechs Bruchstücke, darunter der Torso, das linke Bein mit einem Widder als Stützfigur sowie weitere Fragmente wurden in den Jahren 2015 und 2016 geborgen. Die Bedeutung des Merkurs im Tempelbezirk auf dem Frauenberg wird durch diesen Neufund deutlich, der gemeinsam mit einem Altar in einer Aedicula (einer Art Kapelle) im Heiligtum aufgestellt gewesen sein muss. Innerhalb der Provinz Noricum gehört der Neufund mit Sicherheit zu den Qualität vollsten Marmorskulpturen, darüber hinaus ist die Statue aufgrund des guten Erhaltungszustandes als Besonderheit zu werten. Neben einer typologischen Untersuchung der Statue, für die griechische Vorbilder angenommen werden können, können die konservatorische und restauratorische Maßnahmen und eine naturwissenschaftliche Untersuchung des Marmors, Aufschlüsse zu ihrer Herkunft bringen.

Kooperation: Tempelmuseum Frauenberg, Archäologie ARGE, Universität Leoben